50 Jahre FSJ: Ministerin Schwesig dankt Engagierten

50 Jahre FSJ: Ministerin Schwesig dankt Engagierten
Zum 50-jährigen Bestehen des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) hat Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) bei einem Festakt allen Engagierten gedankt.

"Viele haben dabei geholfen, dass das FSJ auch nach fünf Jahrzehnten viele Jugendliche, junge Männer und Frauen, animiert, sich zu engagieren und die Gesellschaft damit zu bereichern", sagte Schwesig am Montag in Berlin. Die Ministerin würdigte die Kirchen, Verbände, Träger und Einrichtungen, die sich am FSJ beteiligen.

Mit dem "Gesetz zur Förderung des freiwilligen sozialen Jahres", das am 1. April 1964 inkraft trat, wurde das FSJ vor 50 Jahren institutionalisiert. Die Idee für den freiwilligen Einsatz kam nach Ministeriumsangaben aus der evangelischen Landeskirche in Bayern: Der damalige Rektor der Diakonissenanstalt Neuendettelasau, Hermann Dietzfelbinger, rief bereits 1954 zur Aktion "Gib ein Jahr" auf, bei dem junge Menschen für den Dienst für die Gemeinschaft gewonnen werden sollten. Vier Jahre später folgte eine ähnliche Aktion der katholischen Kirche. Nach und nach riefen weitere Träger solche Aktionen ins Leben.

Neben dem FSJ gibt es heute auch das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) und - nach Aussetzen der Wehrpflicht - den Bundesfreiwilligendienst als Ersatz für den früheren Zivildienst. Die Freiwilligendienste sind sich weitgehend ähnlich, allerdings gibt es für FSJ und FÖJ eine Altersgrenze von 27 Jahren. In allen Diensten zusammen engagieren sich nach Angaben des Ministeriums aktuell rund 100.000 Menschen.

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