Sitzkissen statt Kirchenbank: Meditationskirche feiert Jubiläum

Foto: epd-bild / Stephan Wallocha
Sitzkissen statt Kirchenbank: Meditationskirche feiert Jubiläum
Meditation statt Predigt: Die Hamburger "Kirche der Stille" feiert Mitte März ihr fünfjähriges Bestehen.

In der kleinen neugotischen Christophorus-Kirche mitten in Altona sitzen die Besucher meist auf Sitzkissen. Kirchenbänke, Kanzel und Altar fehlen. Körpergebete, stille Andachten und Sufi-Gesänge sind Teil eines umfangreichen Meditationsangebotes (www.kirche-der-stille.de). Mittlerweile kommen auch zahlreiche Kinder und Jugendliche, um hier Stille zu erfahren, teilte die Gemeinde am Dienstag mit. Die Kirche gilt bundesweit als Vorreitermodell.

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Der Christophorus-Kirche drohte damals der Verkauf, denn der Gottesdienstbesuch war gering und das Gemeindeleben lag danieder. Daraufhin entwickelte Gemeindepastorin Irmgard Nauck (56) mit ihrem Team das Konzept für eine Meditationskirche. Der Sonntagsgottesdienst kommt ohne Predigt aus, stattdessen wird gesungen und geschwiegen. Mittlerweile besuchen pro Jahr nach Angaben der Gemeinde mehr als 10.000 Gäste die Meditationen, Andachten und Vorträge. Das Projekt war anfangs auf drei Jahre befristet.

Buchhinweis: Irmgard Nauck, Anne Gideon, Der Stille Raum geben, Kreuz Verlag, 170 Seiten, 14,90 Euro, ISBN 978-3-451-61124-7