Franziskaner verlieren wohl 7,2 Millionen Euro durch Infinus-Pleite

Franziskaner verlieren wohl 7,2 Millionen Euro durch Infinus-Pleite
Die Düsseldorfer Ordensgemeinschaft "Arme Brüder des heiligen Franziskus" verliert vermutlich 7,2 Millionen Euro, die sie bei der inzwischen pleitegegangenen Anlagefirma Infinus angelegt hatte.

Diese Summe nannte am Montagabend der erste Vorsitzende des Sozialwerks der Armen Brüder, Bruder Matthäus Werner, nach internen Sitzungen der Organisation in Düsseldorf. Nach seinen Worten wurden "3,2 Millionen Euro im langfristigen und 4 Millionen Euro im kurzfristigen Bereich angelegt", sagte Bruder Matthäus weiter.


Seit dem Jahr 2006 hatte die Ordensgemeinschaft nach eigenen Angaben mit der Infinus-Gruppe erfolgreich zusammengearbeitet. Im November vergangenen Jahres dann seien die betrügerischen Machenschaften aufgeflogen. "Wir fühlen uns getäuscht und hintergangen", sagte Bruder Matthäus, der eigene Fehler des Sozialwerks der Armen Brüder ausschloss. Das Geld, das als Investitionsrücklage des Ordens für spätere Modernisierungsarbeiten an eigenen Immobilien gedacht war, brachte nach seinen Angaben bei der inzwischen insolventen Anlagefirma fünf Prozent Zinsen, während es bei lokalen Geldinstituten nicht einmal ein Prozent Zinsen gegeben hätte.

Bruder Matthäus hofft, dass aus den Werten der Infinus möglichst viel der 7,2 Millionen Euro wieder an das Sozialwerk des Ordens zurückfließen. Das Sozialwerk der Armen Brüder betreibt in Düsseldorf zwei Altenheime und zwei Obdachlosen-Heime. Der Geschäftsführer des Sozialwerks, Heinz-Theo Wollschläger, betonte am Montagabend, die Arbeit in den Einrichtungen sei zu keiner Zeit gefährdet gewesen, auch Arbeitsplätze stünden durch die Geldverluste bislang nicht auf dem Spiel.

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