Evangelischer Arbeitskreis der Union lobt Afghanistan-Papier

Evangelischer Arbeitskreis der Union lobt Afghanistan-Papier
Der Evangelische Arbeitskreis der CDU/CSU (EAK) hat das am Montag vorgestellte Papier der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zum Afghanistan-Einsatz begrüßt.

Die EKD äußere sich zu einem schwierigen und vielschichtigen friedenspolitischen und friedensethischen Thema in "differenzierter und abgewogener Weise", erklärten der EAK-Bundesvorsitzende Thomas Rachel (CDU) und sein Stellvertreter Christian Schmidt (CSU) am Mittwochabend in Berlin.

Ausdrücklich loben sie die Tatsache, dass bei einzelnen Punkten unterschiedliche Meinungen in der EKD-Kammer für Öffentliche Verantwortung, die das Papier erstellt hat, dokumentiert wurden. Die Mitglieder hätten ihre sich zum Teil stark unterscheidenden ethischen Beurteilungen "nicht künstlich zu einer Art Gesamtvotum harmonisiert", erklärten Rachel und Schmidt. Es sei vielmehr "gut evangelisch" Raum gelassen worden für Vielfalt der strittigen Fragen.

Bis zu einem sicheren Land ist es noch ein weiter Weg

Man könne und müsse aus dem Papier aber schon herauslesen, dass die EKD den Dienst der Bundeswehr in Afghanistan grundsätzlich mittrage. Dies sei seelsorgerlich und gesellschaftlich von großer Wichtigkeit, betonten Rachel und Schmidt. Sie forderten dazu auf, das Papier als Chance zu begreifen, "weiter an einem größten gemeinsamen Nenner zur Erlangung des gerechten Friedens durch Diskussion und Position" zu arbeiten.

In der Schrift "Selig sind die Friedfertigen" blickt die EKD insgesamt kritisch auf den Afghanistan-Einsatz. Als Probleme werden die prekäre Sicherheitslage in weiten Teilen des Landes, fehlende rechtsstaatliche und friedensfördernde Strukturen sowie verbreitete Armut genannt. Unterschiedlich wurde in der Kammer beispielsweise beurteilt, ob unvorhergesehene und ungewollte Gewaltmaßnahmen während des Einsatzes mit der Interventionsentscheidung legitimiert sind.
 

Meldungen

Top Meldung
Die Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Madrid geht in die zweite Woche. Am Freitagabend demonstrierten in der spanischen Hauptstadt Zehntausende Menschen für mehr Klimaschutz und forderten die Staaten zum Handeln auf.