Zurückhaltung in der Schumacher-Berichterstattung gefordert

Zurückhaltung in der Schumacher-Berichterstattung gefordert
Im Fall des verunglückten früheren Formel-1-Rennfahrers Michael Schumacher fordern dessen Ehefrau und der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) die Medien zur Zurückhaltung auf. Die Medien sollten die Familie nicht bedrängen.

DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken wies am Dienstag in Berlin darauf hin, dass der Pressekodex des Deutschen Presserats "Respekt vor dem Leid von Opfern und den Gefühlen von Angehörigen" fordere: "Das gilt auch dann, wenn das Opfer prominent ist." Zuvor hatte Schumachers Ehefrau Corinna an die Journalisten appelliert, die Klinik in Grenoble zu verlassen, in der Schumacher behandelt wird. Zudem bat sie darum, ihre Familie nicht weiter zu bedrängen.

Der frühere Formel-1-Rennfahrer Michael Schumacher hatte sich am 29. Dezember bei einem Skiunfall in Frankreich schwer verletzt. In den vergangenen Tagen flammte immer wieder Kritik an der Medienberichterstattung über Schumachers Gesundheitszustand auf.

DJV-Vorsitzender Konken unterstrich, dass eine umfangreiche, respektvolle Berichterstattung über den Fall gerechtfertigt sei: "Michael Schumacher ist durch seine Formel-1-Erfolge außerordentlich bekannt geworden. Viele Menschen bangen seit seinem Skiunfall um sein Leben. Darüber müssen Medien berichten." Ähnlich hatte vor wenigen Tagen auch der Chefredakteur von ARD-Aktuell, Kai Gniffke, argumentiert.

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