"GroKo" ist Wort des Jahres 2013

"GroKo" ist Wort des Jahres 2013
"GroKo" lautet das Wort des Jahres 2013. Das Kurzwort, meist mit dem auffälligen großen "K" im Wortinneren, stehe für die neue "Große Koalition", sagte Armin Burkhardt, Vorsitzender der Gesellschaft für deutsche Sprache, am Freitag in Wiesbaden.

Das Thema habe das Wahljahr beherrscht. Das Wort zeige in seinem Anklang an "Kroko" für "Krokodil" eine halb spöttische Haltung gegenüber der sehr wahrscheinlichen Koalition aus CDU/CSU und SPD auf Bundesebene.

Für viele sprachliche Kreationen habe in diesem Jahr auch die katholische Kirche gesorgt. So gelangte auf Platz zwei die Bezeichnung "Protz-Bischof" für den weit über die Grenzen des Bistums Limburg bekanntgewordenen Franz-Peter Tebartz-van Elst.

Auf Platz drei steht als Gegenpol zu Protz und Prunk der Begriff "Armutseinwanderung", einerseits aus Krisengebieten in Afrika nach Europa, andererseits innerhalb Europas aus Ländern wie Rumänien und Bulgarien. Viele Menschen machten sich auf die Suche nach einer besseren Zukunft in Deutschland oder einem anderen wohlhabenden Land.

Ein Wort des Jahres soll den öffentlichen Diskurs eines Jahres wesentlich geprägt und das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben sprachlich in besonderer Weise begleitet haben. 2012 war "Rettungsroutine" prämiert worden. In den Jahren zuvor führten "Stresstest" (2011) "Wutbürger" (2010), "Abwrackprämie" (2009), "Finanzkrise" (2008) und "Klimakatastrophe" (2007) die Rangliste an. Das erste "Wort des Jahres" wurde 1971 gewählt: "Aufmüpfig" lautete es. Das "Unwort des Jahres" wird von einer anderen sprachkritischen Aktion bestimmt und im Januar bekanntgegeben.
 

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