Weihnachtsmänner protestieren gegen Ausbeutung von Kakaobauern

Weihnachtsmänner protestieren gegen Ausbeutung von Kakaobauern
Als Weihnachtsmänner verkleidete Fairtrade-Aktivisten haben auf einem Berliner Weihnachtsmarkt ihren Unmut über menschenunwürdige Arbeitsbedingungen von Kakaobauern zum Ausdruck gebracht.

Die Demonstration unter dem Motto "Unfair geht nicht mehr" war nach Angaben der entwicklungspolitischen Organisation INKOTA Auftakt einer mehrtägigen Aktion.

Die Aktivisten fordern die Schokoladenindustrie auf, Bauern einen höheren Preis für Kakaobohnen zu bezahlen, gegen ausbeuterische Kinderarbeit vorzugehen und die Arbeitsbedingungen für die Bauern zu verbessern. "Wir können es nicht länger mit unserem Gewissen vereinbaren, Schokolade an Kinder zu verteilen, in der Kinderarbeit steckt und bei deren Herstellung Bauern einen Hungerlohn erhalten", erklärte ein "Sprecher der Weihnachtsmänner".

So würden in Westafrika, der Hauptanbauregion für Kakao, noch immer etwa zwei Millionen Kinder auf Kakaoplantagen arbeiten. Mehr als 500.000 von ihnen unter Bedingungen, die nach den Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) als ausbeuterisch eingestuft und damit verboten sind, hieß es weiter. Protestaktionen sind auch in Österreich, Estland und Tschechien geplant.

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