Rita Süssmuth erhält Edith-Stein-Preis

Rita Süssmuth erhält Edith-Stein-Preis
Die ehemalige Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth (CDU) hat am Sonntag den Göttinger Edith-Stein-Preis 2013 erhalten.

"Rita Süssmuth hat unermüdlich gekämpft für eine echte Gleichstellung von Frauen und Männern", begründete die Jury ihre Entscheidung. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis erinnert an die Frauenrechtlerin und katholische Ordensfrau Edith Stein (1891-1942).

Rita Süssmuth stand von 1988 bis 1998 an der Spitze des Bundestages. Zuvor war sie vier Jahre Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit und erweiterte 1986 ihr Ressort um die Zuständigkeit für Frauen. Von 1982 bis 1985 leitete sie das Forschungsinstitut "Frau und Gesellschaft" in Hannover. Ab 1987 vertrat sie 15 Jahre lang den Wahlkreis Göttingen im Bundestag. Noch heute ecke die 76-Jährige an, wenn sie sich für eine verbindliche Frauenquote in der Wirtschaft ausspreche, erklärte die Preisjury.

Mit dem Preis würdigt der Göttinger Edith-Stein-Kreis alle zwei Jahre Personen, Gruppen und Institutionen, die sich durch Grenzüberschreitungen in ihrem sozialen und gesellschaftlichen Engagement ausgezeichnet haben. Die Nonne Edith Sein, eine geborene Jüdin, habe in den 1920er Jahren offen kritisiert, dass sich die Position von Frauen in der Kirche in fast 2.000 Jahren nur verschlechtert habe, hieß es. Stein lebte von 1913 bis 1915 in Göttingen. 1942 wurde sie in Auschwitz von den Nationalsozialisten ermordet. Papst Johannes Paul II. sprach sie 1987 heilig.

 

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