Französischer Pfarrer in Kamerun entführt

Französischer Pfarrer in Kamerun entführt
In Kamerun ist ein französischer Pfarrer unweit der Grenze zu Nigeria entführt worden. Unbekannte seien in der Nacht in das Gemeindehaus des katholischen Geistlichen in Nguetchewe nahe der Stadt Maroua eingedrungen, meldete der französische Sender RFI am Donnerstag. Dort hätten sie zunächst Ordensschwestern angegriffen und nach Geld verlangt.

Der Pfarrer schlug Alarm, doch als die Sicherheitskräfte eintrafen, hatten ihn die Täter bereits mitgenommen. Das Außenministerium in Paris bestätigte die Entführung.

Die französischen Behörden leiteten gemeinsam mit den Verantwortlichen in Kamerun eine Suchaktion ein, wie RFI weiter berichtete. Der Generalvikar der Diözese von Maroua-Mokolo, Henri Djionyang, sagte dem Sender, laut Augenzeugen soll der Pfarrer auf einem Motorrad in Richtung der wenige Kilometer entfernten nigerianischen Grenze gebracht worden sein.

Die Täter sollen sich auf Englisch und in der in Nord-Nigeria weit verbreiteten Sprache Hausa unterhalten haben. In der Grenzregion ist auch die islamistische Miliz Boko Haram aktiv, die erst am Mittwoch von den USA als terroristische Organisation eingestuft wurde.

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