Weltkonferenz gegen Kinderarbeit in Brasilien

Weltkonferenz gegen Kinderarbeit in Brasilien
Im Kampf gegen Kinderarbeit kommen in dieser Woche Vertreter von mehr als 140 Ländern in Brasilien zusammen. Bei der Konferenz in der Hauptstadt Brasilia von Dienstag bis Donnerstag geht es vor allem um die bessere Koordination der internationalen Anstrengungen.

Weltweit müssen nach Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) rund 168 Millionen Mädchen und Jungen arbeiten. Etwa 85 Millionen schuften unter lebensbedrohlichen Bedingungen, etwa in Minen, Steinbrüchen oder auf Plantagen.

Zwar sinke die Zahl der Kinderarbeiter, doch noch immer würden Millionen Kinder ausgebeutet, erklärte VENRO, der Verband Entwicklungspolitik Deutscher Nichtregierungsorganisationen, vor dem Treffen. "Wir erwarten, dass die Regierungsvertreter die Ergebnisse der Konferenz in ihren Ländern umsetzen und die Kinder und Jugendlichen in die Ausarbeitung von Strategien einbinden", sagte Vorstandsmitglied Ralf Tepel. Der Kampf gegen Kinderarbeit müsse weiterhin auf der politischen Agenda der künftigen Bundesregierung stehen.

Deutlicher Rückgang der Kinderarbeit

Im Mittelpunkt der Konferenz in Brasilien steht die Bilanz der Maßnahmen zur Abschaffung schwerer Ausbeutung. Dazu zählen neben ausbeuterischen Arbeitsbedingungen Zwangsarbeit, Kinderhandel, sexuelle Ausbeutung, Aktivitäten im Drogenhandel sowie die Rekrutierung von Kindersoldaten. Insgesamt wurde die Kinderarbeit laut ILO zwischen 2002 und 2012 um 30 Prozent gesenkt.

Brasilien gilt aufgrund seiner Sozialpolitik als positives Beispiel. Dank der Erhöhung der Mindesteinkommen armer Familien in Verbindung mit einer Kontrolle der Schulpflicht leistete das südamerikanische Land laut ILO einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen illegale Beschäftigung Minderjähriger.

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