UN melden Erfolge im Kampf gegen Kinderarbeit

UN melden Erfolge im Kampf gegen Kinderarbeit
Weltweit müssen immer weniger Kinder Geld verdienen. Von 2000 bis 2012 sei die Zahl der Kinderarbeiter um fast 78 Millionen oder knapp ein Drittel gesunken, teilte die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) am Montag in Genf mit.

Bei den Mädchen sei der Rückgang mit 40 Prozent besonders deutlich ausgefallen. Bei den Jungen habe er 25 Prozent betragen. Die absolute Zahl von Minderjährigen, die gefährliche Arbeiten verrichten müssten, sei sogar um mehr als die Hälfte gesenkt worden, hieß es in einem Bericht der UN-Sonderorganisation.

Besonders deutlich waren die Erfolge laut ILO bei jüngeren Kinderarbeitern bis elf Jahre: Hier war in den vergangenen zwölf Jahren eine Verringerung um mehr als ein Drittel (65,9 Millionen) zu verzeichnen. Am stärksten war der Rückgang der Kinderarbeit insgesamt im letzten Vierjahreszeitraum von 2008 bis 2012 und vor allem asiatisch-pazifischen Raum.

Anstregungen müssen trotzdem fortgesetzt werden

Die Arbeitsorganisation führte die Erfolge vor allem auf die vermehrte Ratifizierung der ILO-Konvention 182 zurück, die die schlimmsten Formen der Kinderarbeit verbietet. Darunter fallen sklavenähnliche Arbeit, Herstellung pornografischer Materialien und illegale Aktivitäten wie Drogenschmuggel.

Die Entwicklung sei besonders erfreulich angesichts der Sorge, dass die globale Wirtschaftskrise 2008/2009 und deren Folgen zu einem Anstieg der Kinderarbeit führen könnten, erklärte die ILO. Nichtsdestotrotz müssten die Anstrengungen im Kampf gegen Kinderarbeit fortgesetzt werden. Denn noch immer müssten neuen Schätzungen zufolge weltweit 168 Millionen Jungen und Mädchen Geld verdienen, vor allem in der Landwirtschaft und in armen Ländern im asiatisch-pazifischen Raum sowie in Afrika südlich der Sahara. Das entspreche fast elf Prozent der gesamten Kinderbevölkerung.


 

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