Aktionsbündnis Katastrophenhilfe nimmt Steinbrück-Spende an

Syrische Flüchtlinge in Jordanien

Foto: epd-bild/Christoph Püschner

Aktionsbündnis Katastrophenhilfe nimmt Steinbrück-Spende an
Das Aktionsbündnis Katastrophenhilfe erhält 150.000 Euro von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück. Dies bestätigte der Koordinator des Aktionsbündnisses, Dominique Mann, am Donnerstag dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Steinbrück hatte am Sonntagabend in einer ProSieben-Sendung 300.000 Euro gewonnen. Die eine Hälfte des Preisgeldes spendet er dem Aktionsbündnis, die andere Hälfte geht an die Welthungerhilfe.

Steinbrück hatte zunächst angekündigt, das Geld "Ärzte ohne Grenzen" zukommen zu lassen. Die Hilfsorganisation hat die Spende jedoch abgelehnt. "Um in Ländern wie Syrien oder Afghanistan arbeiten zu können, nehmen wir keine Spenden von politischen Akteuren oder Parteien an, um unsere Unabhängigkeit zu gewährleisten", heißt es in einer Stellungnahme, die auf der Webseite von "Ärzte ohne Grenzen" veröffentlicht wurde. Die Organisation freue sich aber sehr über Steinbrücks Absicht, den Menschen in Syrien zu helfen.

Steinbrücks Bedingung: Geld soll für Syrer sein

Dominique Mann vom Aktionsbündnis, zu dem das Deutsche Rote Kreuz, Caritas, Diakonie und das UN-Kinderhilfswerk Unicef gehören, sieht diese Gefahr im Fall Steinbrück nicht. "Es handelt sich nicht um eine Partei- oder Privatspende, sondern um eine Spende aus einem TV-Gewinn", sagte Mann. Dies gefährde nicht die politische Neutralität der Organisation. Die Zusage sei sorgfältig geprüft worden, da die Aufgabe der Neutralität sowohl die Arbeit in den Katastrophengebieten als auch die Helfer gefährde.

Das Geld wird für die humanitäre Hilfe in Syrien verwendet. Dies hatte Steinbrück zur Bedingung gemacht. "Das Leid der Flüchtlinge hat eine unvorstellbare Dimension erreicht", sagte Koordinator Mann. "Jede Unterstützung, die den Menschen in Syrien zugute kommt, hilft dieses zu lindern und sorgt dafür, dass der Blick verstärkt auf die humanitäre Katastrophe in dem Land und den Nachbarstaaten gerichtet wird."

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