Syrien-Sondergesandter Brahimi gegen Militärschlag

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Foto: dpa/Martial Trezzini

Lakhdar Brahimi, Syrien-Sondergesandte von UN und Arabischer Liga.

Syrien-Sondergesandter Brahimi gegen Militärschlag
Der internationale Sondergesandte Lakhdar Brahimi lehnt einen Militärschlag des Westens gegen Syrien ab. "Ich bin aus Prinzip gegen militärische Interventionen", sagte er am Mittwoch in Genf.

In jedem Falle müsse aber der UN-Sicherheitsrat grünes Licht für ein militärisches Eingreifen der USA und ihrer Verbündeten gegen das Assad-Regime geben, betonte Brahimi. Zugleich erklärte er, es gebe deutliche Hinweise für einen Einsatz von Chemiewaffen vor einer Woche. Offenbar sei eine "Substanz" eingesetzt geworden, die viele Menschen getötet habe, sagte der Sondergesandte der UN und der Arabischen Liga für den Syrienkonflikt. Bei dem Angriff waren nach Darstellung der Opposition mehr als 1.000 Menschen getötet worden. Regierung und Rebellen machen sich gegenseitig für die Attacke verantwortlich. 

Brahimi setzt weiter auf eine politische Lösung des Konflikts. Er arbeite weiter am Zustandekommen einer Syrien-Friedenskonferenz in Genf, betonte der Diplomat. Vor der Giftgasattacke hatte Brahimi noch damit gerechnet, dass die Konferenz im September stattfinden könnte. Er habe die Zusicherung der USA und Russlands, dass beide Großmächte weiter hinter der Konferenz stünden. Washington und Moskau hatten im Mai die Syrien-Gespräche vorgeschlagen. Die US-Regierung sagte jedoch nach der mutmaßlichen Chemiewaffenattacke weitere Vorbereitungsgespräche ab.

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