Bevölkerung wächst durch Zuwanderung

Bevölkerung wächst durch Zuwanderung
Die Bevölkerung in Deutschland wächst infolge der Zuwanderung. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte, stieg die Zahl der Einwohner bis Ende 2012 auf rund 80,5 Millionen.

Das waren 196.000 (0,2 Prozent) mehr als im Vorjahr. Einen ähnlich hohen Zuwachs gab es zuletzt 1996 mit einem Plus von 195.000 Einwohnern.

Hauptgrund für die höhere Einwohnerzahl ist nach Angaben der Statistiker die stark gestiegene Zuwanderung, da die Zahl der Geburten wie in den Vorjahren deutlich unter der Zahl der Sterbefälle lag. Wie die Behörde bereits im Juli mitgeteilt hatte, wurden im vergangenen Jahr 674.000 Kinder geboren. Zugleich starben 870.000 Menschen. Die Zahl der Zuzüge überstieg die Zahl der Fortzüge nach Angaben des Bundesamtes um knapp 370.000.

In den vorliegenden Bevölkerungszahlen sind die Ergebnisse des Zensus 2011 berücksichtigt. Mit der Veröffentlichung der Zensusergebnisse im Mai 2013 wurde die Berechnung der Bevölkerungszahl auf eine neue Grundlage gestellt. Die mit dem Zensus festgestellte Einwohnerzahl lag rund 1,5 Millionen unter den Ergebnissen der laufenden Berechnung der Bevölkerungszahl auf Basis der Volkszählung 1987 beziehungsweise der Auswertung des zentralen Melderegisters der DDR zum 3. Oktober 1990.

Die Entwicklung der Bevölkerungszahl ergibt sich zum einen aus den Geburten und Sterbefällen und zum anderen aus den Zu- und Fortzügen. Zudem fließt eine kleine Zahl von Korrekturen in die Berechnung ein.

Die Bevölkerungszahlen veränderten sich 2012 regional sehr unterschiedlich. In neun Bundesländern stiegen die Bevölkerungszahlen: Bayern (plus 76.000), Baden-Württemberg (plus 57.000), Berlin (plus 49.000), Hessen (plus 23.000), Hamburg (plus 16.000), Nordrhein-Westfalen (plus 9.000), Niedersachsen (plus 5.000), Schleswig-Holstein (plus 4.000) und Bremen (plus 3.000). In Rheinland-Pfalz blieb die Bevölkerungszahl nahezu gleich (plus 200).

In den neuen Bundesländern sowie im Saarland war die Einwohnerzahl dagegen rückläufig. Besonders hoch fiel der Bevölkerungsrückgang in Sachsen-Anhalt (minus 17.000) sowie in Thüringen (minus 11.000) und Mecklenburg-Vorpommern (minus 7.000) aus.

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