Zwei Drittel der Deutschen zweifeln an Organspende

Zwei Drittel der Deutschen zweifeln an Organspende
Nur knapp jeder dritte Bundesbürger befürwortet die Organspende. Wie eine bundesweite Umfrage für die "Leipziger Volkszeitung" (Samstagsausgabe) ergab, haben nur 33 Prozent der Menschen im Osten und 29 Prozent der westdeutschen Bevölkerung Vertrauen in das System.

Zwei Drittel seien nach den jüngsten Skandalen um die Vergabe von Spenderorganen dagegen nicht mehr sicher, ob "alles mit rechten Dingen zugeht". Im Osten zweifeln 63 Prozent, im Westen 66 Prozent der Bevölkerung.

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Für die Telefon-Umfrage wählte das Leipziger Institut für Marktforschung vom 12. bis 22. Juli 1.000 Erwachsene aus dem gesamten Bundesgebiet repräsentativ aus. Die Auswertung habe auch ergeben, dass nur jeder vierte Erwachsene einen Spenderausweis hat, darunter vor allem 18- bis 49-Jährige und deutlich mehr Frauen.

Gut vier von zehn Bundesbürgern (41 Prozent) wären grundsätzlich zwar bereit zu spenden, könnten sich aber noch nicht zum Ausfüllen eines Spenderausweises durchringen, hieß es. Für ein Viertel (25 Prozent) kommt der Umfrage zufolge eine Organspende überhaupt nicht infrage, darunter vor allem Rentner, aber auch jeder Vierte zwischen 18 und 29 Jahren.