Jugendarbeitslosigkeit: EU-Ausschuss fordert mehr Ausgaben

Jugendarbeitslosigkeit

Foto: dpa/Julian Stratenschulte

Jugendarbeitslosigkeit: EU-Ausschuss fordert mehr Ausgaben
Der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss fordert die EU-Regierungen auf, mehr Geld für den Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit auszugeben. "Sechs Milliarden Euro sind sehr wenig, verglichen mit den 60 Milliarden für die Banken", unterstrich das EU-Beratergremium am Mittwoch in Brüssel.

Es legte eine Liste mit Forderungen an den EU-Gipfel vor, der am Donnerstag und Freitag in der Europa-Hauptstadt tagt. Die 27 europäischen Regierungen planen, ab 2014 sechs Milliarden Euro auszugeben, um jungen Menschen unter 25 Jahren in einen Job oder eine Ausbildung zu helfen.

Die europäischen Bürger erwarteten ein "glaubwürdiges" Budget, unterstrich der Wirtschafts- und Sozialausschuss, in dem Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter sowie andere Interessengruppen versammelt sind. Das Gremium sprach sich auch dafür aus, die Wirtschafts- und Währungsunion durch einen "sozialen Pfeiler" zu ergänzen.

"Die europäischen Politiker müssen kühner handeln"

Dieser solle aus drei Unterelementen bestehen: Zum ersten gehörten eine Reindustrialisierung, die Förderung des Unternehmertums und bessere Ausbildungsangebote. Zum zweiten zählten der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit, soziale Rechte und soziale Investitionen. Drittens schließlich brauche es eine bessere wirtschaftspolitische Steuerung.

"Die europäischen Politiker müssen kühner handeln", erklärte der Ausschuss. Er regte auch mehrere Einzelprojekte an, etwa "Soziale Eurobonds" oder europaweit geltende Bildungsgutscheine. "Solche Vorschläge müssen noch von der Zivilgesellschaft selbst diskutiert werden", hieß es.

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