Behindertenbeauftragter gegen Embryonen-Check in den USA

Foto: dpa/Patrick Pleul
Behindertenbeauftragter gegen Embryonen-Check in den USA
Heimischen Medizinern sollte es nach Ansicht des Bundesbehindertenbeauftragten Hubert Hüppe (CDU) verboten werden, das Blut von Schwangeren im Ausland auf Gendefekte untersuchen zu lassen. Wenn die Praxis des in den USA angebotenen "Gen-Checks" Schule mache, dann seien der Embryo-Selektion in Deutschland Tür und Tor geöffnet, sagte Hüppe der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Freitagsausgabe).

Der von der Unternehmensgruppe Amedes im Internet beworbene "Panorama-Test" mit amerikanischer Zertifizierung prüft den Angaben nach noch umfassender auf Gen-Veränderungen als Produkte wie der "Pränatest", die für den deutschen Markt zugelassen sind. Das Blut Schwangerer wird zur Untersuchung auf Gen-Veränderungen wie Down-Syndrom und andere Trisomien sowie die bei Mädchen auftretende Monosomie X in amerikanische Labors geschickt.

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"Je mehr solcher Tests vermarktet werden, desto engmaschiger wird die 'Fahndung' nach Behinderungen und vermeintlichen Behinderungen", warnte Hüppe. Um solche Angebote zurückzudrängen, bedürfe es einer Klarstellung im Gendiagnostik-Gesetz, forderte der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung.