Stammzellen und Klonen

In der Debatte um die ethischen Grenzen der Biomedizin spielen die menschlichen Stammzellen eine große Rolle. Eine Stammzelle ist eine Art Urzelle, die sich unbegrenzt vermehren und dabei verschiedene Zelltypen des Körpers bilden kann, etwa für Muskeln, Blut oder Nerven. Viele Forscher hoffen, dass mit Stammzellen einmal bislang unheilbare Krankheiten wie Alzheimer, Diabetes und Parkinson therapiert werden können, weil sich aus ihnen möglicherweise gesunde Gewebe und Organe züchten lassen.

In der Debatte um die ethischen Grenzen der Biomedizin spielen die menschlichen Stammzellen eine große Rolle. Eine Stammzelle ist eine Art Urzelle, die sich unbegrenzt vermehren und dabei verschiedene Zelltypen des Körpers bilden kann, etwa für Muskeln, Blut oder Nerven. Viele Forscher hoffen, dass mit Stammzellen einmal bislang unheilbare Krankheiten wie Alzheimer, Diabetes und Parkinson therapiert werden können, weil sich aus ihnen möglicherweise gesunde Gewebe und Organe züchten lassen.

Entkernte Eizelle

Laut dem Fachmagazin "Cell" ist es Wissenschaftlern in den USA jetzt gelungen, auf dem Wege der Gentechnik menschliche embryonale Stammzellen herzustellen. Das Klonen von menschlichem Erbgut sei genutzt worden, um einen menschlichen Embryo in einem frühen Stadium zu erzeugen. Der Embryo wurde erzeugt, indem in eine entkernte Eizelle der Zellkern einer Hautzelle eines Menschen eingesetzt wurde. Ein mögliches Fernziel der amerikanischen Wissenschaftler sei die Gewinnung menschlicher Embryonalzellen für therapeutische Zwecke, nicht für die Erzeugung geklonter Menschen, hieß es in Medienberichten.

Es wird zwischen embryonalen und adulten Stammzellen unterschieden. In einigen Staaten wie Großbritannien, USA und Israel werden zu Forschungszwecken aus überzähligen Embryonen, die bei künstlicher Befruchtung entstehen, in einem frühen Entwicklungsstadium Stammzellen entnommen. Ein anderer Weg ist die Herstellung von Embryonen eigens für die Forschung, das so genannte Forschungsklonen. Die embryonalen Stammzellen sind "pluripotent", sie können noch jeden Zelltypen des Menschen ausbilden.

Situation in Deutschland

In Deutschland verbietet das Embryonenschutzgesetz die Gewinnung dieser Stammzellen, weil dabei Embryonen vernichtet werden. Erlaubt ist Forschung nur an importierten embryonalen Stammzelllinien.

Als ethisch unbedenkliche Alternative zur Forschung mit embryonalen Stammzellen gelten die adulten Stammzellen von erwachsenen Menschen. Sie sind "multipotent" oder "pluripotent" - aus diesen Zellen können viele beziehungsweise alle Zelltypen entstehen, aber keine kompletten Organe. Adulte Stammzellen finden sich unter anderem im Knochenmark, im Gehirn, in der Leber, im Nabelschnurblut und in der Bauchspeicheldrüse. Bereits heute wird Blutkrebs mit aus Knochenmark gewonnenen Stammzellen bekämpft. 

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