Bergleute blockieren Boliviens Regierungsstadt La Paz

Bergleute blockieren Boliviens Regierungsstadt La Paz
In Bolivien blockieren seit Dienstag (Ortszeit) Hunderte Bergleute die drei wichtigsten Zufahrtstraßen zur Regierungsstadt La Paz.

Die in einer Kooperative zusammengeschlossenen Kumpel fordern von der Regierung die Einhaltung der bei der Verstaatlichung einer Zinn- und Zinkmine gemachten Zusagen, wie die Tageszeitung "Los Tiempos" berichtet. Im Juni hatte die Regierung die von der Tochterfirma Sinchi Wayra des Schweizer Bergbaukonzerns Glencore betriebene Mine enteignet.

Das Bergwerk in Colquiri rund 250 Kilometer südöstlich von La Paz wurde der staatlichen Bergbaugesellschaft Comibol übergeben. In dem Verstaatlichungsdekret hatte die Regierung den Bergleuten der Kooperative die Überlassung einer der ertragreichsten Erzadern zugestanden, um in eigener Regie nach Metallen zu suchen. Dagegen wehren sich jedoch die Kumpel der staatlichen Comibol.

Sowohl die Kooperative als auch die Gewerkschaft der staatlichen Bergleute haben ihre Anhänger nach La Paz gerufen. Bereits unmittelbar vor der Enteignung waren bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen den Kumpeln rund 30 Bergarbeiter verletzt worden.

Meldungen

Top Meldung
Coronavirus - Illustration des Virus
Im Umfeld einer baptistischen Gemeinde in Frankfurt sind mehr als 100 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Der hessische Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) rief dazu auf, "wachsam zu bleiben und nicht leichtsinnig zu werden".