Neue Berliner Integrationsbeauftragte Lüke will Fürsprecherin der Migranten sein

Neue Berliner Integrationsbeauftragte Lüke will Fürsprecherin der Migranten sein
Die neue Berliner Integrationsbeauftragte Monika Lüke will den Streit zwischen Senat und Migrantenvertretern um ihre Ernennung rasch aus der Welt schaffen.

Die Querelen der vergangenen Tage seien "ein suboptimaler Start", räumte die Juristin am Dienstag nach ihrer offiziellen Ernennung in Berlin ein. Sie finde es schade, dass ein Großteil der Mitglieder ihre Vorstellung im Landesbeirat für Integrations- und Migrationsfragen am vergangenen Mittwoch boykottiert habe. Sie wolle daher noch vor ihrem offiziellen Amtsantritt am 1. November das Gespräch mit den Kritikern suchen.

Der Berliner Senat hatte die frühere Generalsekretärin der deutschen Sektion von Amnesty International zuvor zur neuen Berliner Integrationsbeauftragten ernannt. Das Kabinett folgte damit einem Vorschlag der für Integration zuständigen Senatorin Dilek Kolat (SPD). Lüke wird zum 1. November die Nachfolge von Günter Piening antreten. Piening hatte die Stelle Ende Juni nach neun Jahren im Amt auch unter Hinweis auf die politische Ausrichtung der neuen rot-schwarzen Landesregierung verlassen.

Senatorin Kolat zeigte sich in Berlin überzeugt davon, dass Lüke "eine sehr gute Besetzung der für die Stadt wichtigen Position" ist. Sie zeichne sich durch umfassende Erfahrungen in den Bereichen Integration, Partizipation und Flüchtlingsfragen aus und werde wichtige Bereiche in diesem Politikfeld voranbringen.

Für eine "Willkommenskultur"

Lüke selbst sieht sich als "Fürsprecherin" und "Türöffnerin" für Migranten in der Stadt. Sie wolle daran mitwirken, dass Migranten gern nach Berlin kommen und in der Stadt bleiben, sagte Lüke, die derzeit noch als selbstständige Beraterin für die Themen Menschenrechte und Entwicklungszusammenarbeit tätig ist. Als wichtigste Themen ihrer künftigen Arbeit nannte die 43-Jährige die demographischen Veränderungen bei Migranten und die Schaffung einer "Willkommenskultur".

Lüke sollte dem Landesbeirat am vergangenen Mittwochabend in einer Anhörung vorgestellt werden. Allerdings hatten sich zahlreiche Beiratsmitglieder verärgert über das Verfahren gezeigt und waren der Sitzung demonstrativ ferngeblieben. Kritisiert hatten sie insbesondere eine fehlende Mitsprache bei der Entscheidung und einen fehlenden Migrationshintergrund der neuen Integrationsbeauftragten. Senatorin Kolat unterstrich, dass sie auf die verärgerten Migrantenvertreter zugegangen sei und diese zum Gespräch eingeladen habe. Dabei sollen sie einzelnen Kritikpunkte besprochen werden.

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