Präses Kurschus: Kirche muss Motor beim Umweltschutz sein

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Präses Kurschus: Kirche muss Motor beim Umweltschutz sein
Globaler Umwelt- und Klimaschutz kann nach Auffassung von Experten aus Kirche und Politik nur durch einen Kulturwandel gelingen.

Die Kirche dürfe nicht nur einen Beitrag leisten, sondern müsse Motor und Lokomotive sein, sagte die westfälische Präses Annette Kurschus am Donnerstag auf dem evangelischen Kirchentag in Hamburg: "Wir haben den Auftrag, die Erde, die uns Gott geschenkt hat, zu bewahren."

Der Klimaforscher Reinhard Loske von der Universität Witten-Herdecke sagte, technische Innovationen allein reichten nicht aus. So gebe es zwar immer mehr energiesparende Autos. Weil ihre Zahl zugleich steige, bleibe die umweltschonende Wirkung jedoch aus, erklärte der frühere Hamburger Umweltsenator. Nötig sei ein ressourcenschonender Lebensstil.

Die Vorsitzende der Bundestags-Enquete-Kommission für Wachstum und Lebensqualität, Daniela Kolbe (SPD), plädierte für eine Reform der Leistungsermittlung eines Landes. Nicht allein das Bruttoinlandsprojekt, sondern die Verteilung von Wohlstand und ein umweltbewusstes Handeln müssten Gradmesser sein.

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