Vor NSU-Prozess: Große Demonstration in München gegen rechts

Vor NSU-Prozess: Große Demonstration in München gegen rechts
Wenige Tage vor Beginn des NSU-Prozesses haben am Samstag in München rund 5.500 Menschen gegen Rassismus und Rechtsradikalismus demonstriert.

Der Protestzug durch die Innenstadt sei friedlich und störungsfrei verlaufen, sagte ein Polizeisprecher. Zu der Kundgebung unter dem Motto "Gegen Naziterror, staatlichen und alltäglichen Rassismus" hatte ein Bündnis von Organisationen aus dem linken Spektrum aufgerufen. Zu Beginn der Veranstaltung wurde an die Mordopfer des Zwickauer Terrortrios erinnert, das sich den Namen "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) gegeben hatte.

Am Justizzentrum vorbei

Der Demonstrationszug machte unter anderem Halt am Mahnmal für die Opfer des Oktoberfestattentats, an ehemaligen NS-Bauten und am Justizzentrum in der Nymphenburgerstraße. Vor dem Oberlandesgericht dort soll ab Mittwoch der Prozess gegen das mutmaßliche NSU-Mitglied Beate Zschäpe stattfinden. Ferner sind vier mutmaßliche NSU-Helfer angeklagt.

Die Terrorzelle soll zwischen 2000 und 2007 neun Kleinunternehmer türkischer und griechischer Herkunft sowie eine Polizistin erschossen haben. Der rechtsterroristische Hintergrund der Taten wurde nach Versäumnissen der Behörden in den Jahren zuvor erst Ende 2011 aufgedeckt. Zwei der Rechtsterroristen, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt, hatten sich am 4. November 2011 selbst getötet, als ihnen die Polizei nach einem Banküberfall auf der Spur war.

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