Kölner Kita bleibt nach Geiselnahme vorerst geschlossen

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Kölner Kita bleibt nach Geiselnahme vorerst geschlossen
Die Kölner Kindertagesstätte, die am vergangenen Freitag Schauplatz einer mehrstündigen Geiselnahme war, bleibt bis auf weiteres geschlossen.

Es seien Reinigungs- und auch bauliche Arbeiten notwendig, erklärte die Stadt Köln am Montag. Das Betreuungsteam habe darum gebeten, die Tagesstätte erst danach wieder zu öffnen, hieß es. Bis dahin stehen den betroffenen Kindern Ersatzplätze zur Verfügung. Der Täter, ein 47-jähriger Familienvater, hatte am Freitag den Leiter der Einrichtung zehn Stunden lang in seiner Gewalt. Der Geiselnehmer war mit einem Messer bewaffnet und verletzte sein Opfer am Oberschenkel, an den Händen und am Oberkörper.

Kinder in Sicherheit gebracht

Wegen der Osterferien befanden sich nicht wie sonst 85 Kinder in der Einrichtung, sondern lediglich 17. Sie konnten von ihren Erzieherinnen in Sicherheit gebracht werden und blieben unverletzt. Nach Polizeiangaben zeichnet sich ab, dass vermutlich finanzielle Probleme der Grund für die Tat waren. Die Stadt Köln unterstrich, dass der Mann niemandem in der Kindertagesstätte im Stadtteil Chorweiler bekannt war. 

Beamte eines Sondereinsatzkommandos hatten die gut zehnstündige Geiselnahme mit der Erstürmung der Kindertagesstätte beendet. Dabei wurde der Täter mit einem Schuss in die rechte Schulter verletzt. Gegen den Geiselnehmer erließ die Staatsanwaltschaft am Wochenende einen Haftbefehl wegen erpresserischen Menschenraubes und gefährlicher Körperverletzung.

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