Papst Franziskus wird EKD-Ratsvorsitzenden Schneider empfangen

Papst Franziskus wird EKD-Ratsvorsitzenden Schneider empfangen
Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, wird an diesem Samstag zu einem viertägigen Besuch nach Rom reisen.

Im Rahmen seiner Gespräche im Vatikan werde Schneider am Montag von Papst Franziskus in Audienz empfangen, teilte die EKD am Freitag in Hannover mit. Es war bereits eine Papstaudienz während der Amtszeit von Benedikt XVI. geplant gewesen. Nach dessen Rücktritt ließ sein Nachfolger den Termin mit der EKD-Delegation nun bestätigen.

Schneider wird überdies mit dem Präsidenten des päpstlichen Einheitsrats, Kardinal Kurt Koch, zusammentreffen sowie mit dem Präfekten der Glaubenskongregation, Erzbischof Gerhard Ludwig Müller. Überdies will der EKD-Ratsvorsitzende die katholische Basisgemeinschaft Sant'Egidio besuchen. Am Sonntag wird er im Rahmen eines Gottesdienstes in der evangelisch-lutherischen Christuskirche in Rom eine Predigt halten.

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Neben Begegnungen mit Vertretern der Evangelisch-lutherischen Kirche in Italien (ELKI) und der Waldenser steht das Konzert eines Kammerchors ehemaliger Leipziger Thomaner an, das die Evangelische Kirche in Deutschland der Deutschen Botschaft beim Heiligen Stuhl schenkt.

Schneider war bei Benedikts letzter Deutschlandreise im September 2011 im ehemaligen Augustinerkloster von Erfurt mit dem damaligen katholischen Kirchenoberhaupt zusammengetroffen. Weil damals von einigen Kirchenvertretern erhoffte ökumenische Signale ausblieben, war es zeitweilig zu Irritationen in den evangelisch-katholischen Beziehungen gekommen. Benedikt hatte sich damals aber positiv über den Reformator Luther geäußert. Schneider hatte dies als "starkes Zeichen" gewertet.