Andreas Lipsch neuer Pro-Asyl-Vorsitzender

Der Interkulturelle Beauftragte der Evangelischen Kirche und des Diakonischen Werks in Hessen und Nassau, Andreas Lipsch, ist neuer Vorsitzender des Fördervereins Pro Asyl.

Der 52-jährige gehöre bereits seit 2008 dem Vorstand des Fördervereins an, teilte die Flüchtlingshilfeorganisation am Samstag in Frankfurt am Main mit. Der bisherige Vorsitzende und Pro-Asyl-Gründer Jürgen Micksch (71) sei zum Ehrenvorsitzenden gewählt worden. Micksch hatte nach 26 Jahren im Amt nicht mehr für den Vorsitz kandidiert.

Zum Schatzmeister wurde nach Pro-Asyl-Angaben der Frankfurter Diplom-Finanzwirt Andreas Schwantner gewählt. Schwantner (52) ist seit mehr als 20 Jahren in der Menschenrechts- und Flüchtlingsarbeit tätig, unter anderem als Mitglied der Härtefallkommission des Landes Hessen für Amnesty International. Dem Vorstand gehören ferner Rechtsanwalt Hubert Heinhold aus München und Sigrid Ebritsch aus Hannover an.

Seit Jahren mit dem Thema befasst

Er sei bereits seit Jahren mit der Flüchtlingsthematik befasst, unter anderem als Moderator und Sprecher des Forums Abschiebebeobachtung am Flughafen Frankfurt, sagte Lipsch nach seiner Wahl dem Evangelischen Pressedienst (epd). Er verstehe sich wie sein Vorgänger als Moderator und Kämpfer für die Rechte der Flüchtlinge in Deutschland und Europa und versuche, dessen erfolgreiche Arbeit weiterzuführen. Er wolle auch daran mitwirken, "die europaweit einmalige finanzielle Unabhängigkeit von Pro Asyl zu bewahren".

Lipsch studierte Philosophie und Theologie in Berlin und Marburg. 2001 wurde er zum Interkulturellen Beauftragten in Hessen-Nassau berufen. Zuvor wirkte er unter anderem acht Jahre als Gemeindepfarrer in Neu-Isenburg bei Frankfurt am Main und drei Jahre als Mitarbeiter einer Entwicklungsorganisation in Rom.