Westerwelle: Tod von Chávez tiefer Einschnitt für Venezuela

Westerwelle: Tod von Chávez tiefer Einschnitt für Venezuela
Außenminister Guido Westerwelle (FDP) hat den Tod des venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez als "tiefen Einschnitt" für das Land bezeichnet.

"Wir empfinden Anteilnahme mit dem Schmerz der Familie des Verstorbenen und der Trauer des venezolanischen Volkes", erklärte Westerwelle am Mittwoch in Berlin. Chávez war am Dienstagnachmittag seinem Krebsleiden erlegen. "Ich setze darauf, dass Venezuela nach Tagen der Trauer den Aufbruch in eine neue Zeit schafft", heißt es in der Erklärung von Westerwelle weiter. Venezuela habe ein großes Potenzial, und Demokratie und Freiheit seien der richtige Weg, um dieses Potenzial zu verwirklichen, ergänzte der Außenminister.

Chávez war 14 Jahre Staatschef von Venezuela, das vom Anstieg der Erdölpreise profitiert. Mit Sozialprogrammen und der Verstaatlichung von Bergbaukonzernen gewann er die Gunst vieler Wähler aus ärmeren Schichten. Erst im Oktober war der sozialistische Politiker wiedergewählt worden. Nach seinem Tod ordnete die Regierung eine siebentägige Staatstrauer an. Am Freitag soll Chávez bestattet werden. Laut Verfassung müssen innerhalb von 30 Tagen Neuwahlen stattfinden.

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