Kirchen werben für Schutz des Sonntags

Kirchen werben für Schutz des Sonntags
"Wir brauchen den Sonntag, damit wir Zeit für Familie, für Freunde und für uns haben", werben der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, und der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch.

In ihrer gemeinsamen Erklärung kritisieren die Kirchen die Ausweitung der Sonntagsarbeit: "Leider müssen wir feststellen, dass die Zahl derjenigen, die sonntags arbeiten, in Deutschland rasant und branchenübergreifend ansteigt."

Hintergrund der Kirchen-Erklärung ist der ökumenisch getragene "Internationale Tag des freien Sonntags", der am 3. März in Deutschland und mehreren EU-Staaten stattfindet. Dazu hat die "Allianz für den freien Sonntag" in Deutschland eine Arbeitshilfe herausgegeben, die mit Gottesdienstvorschlägen auf diesen Aktionstag aufmerksam macht.

Der Sonntag sei nicht nur für Christen eine heilsame Unterbrechung und damit das Gegenbild zur Ausrichtung des gesamten Lebens an Erfordernissen der Wirtschaft, argumentieren Präses Schneider und Erzbischof Zollitsch. Angesichts zunehmender Beschleunigung aller Lebensvorgänge, Individualisierung der Lebensformen und der Verringerung des Stellenwertes der gemeinsamen freien Zeit sei eine "wohltuende Atempause" erforderlich. "Der Sonntag macht deutlich: Arbeiten und Wirtschaften sind nicht alles im Leben."

Für Christen habe der Sonntag eine herausragende Bedeutung als Tag der Auferstehung Christi. "Doch alle Menschen brauchen eine Zeit des Auf-Atmens, damit Körper, Geist und Seele zur Ruhe kommen können", heben Schneider und Zollitsch hervor. Deshalb diene der Schutz des Sonntags der gesamten Gesellschaft.


 

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