Graumann: Bildung ist "Herzmuskel des Judentums"

Graumann: Bildung ist "Herzmuskel des Judentums"
Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat am Donnerstag sein neues Bildungsprogramm gestartet.

In kulturellen Veranstaltungen sowie Seminarreihen für Mitglieder jüdischer Gemeinden und Organisationen sollen Themen zur jüdischen Vielfalt und Identität sowie das Verhältnis zu Israel und zum heutigen Umgang mit dem Holocaust behandelt werden. Zentralrats-Präsident Dieter Graumann sprach von einer "Bildungsoffensive". Bildung sei "der Herzmuskel des Judentums", sagte Graumann. "Das sind wir", betonte Graumann.

Solch ein Bildungsprogramm sei von Anfang an sein Wunsch gewesen. Sein Ziel sei die Gründung einer Jüdischen Akademie. Durch die neuen Mittel aus dem Staatsvertrag sei es möglich, an dieses Ziel zu glauben, erklärte Graumann. Seit 2012 bekommt der Zentralrat der Juden zehn Millionen Euro jährlich vom Staat, zuvor waren es fünf Millionen Euro.

Für das neue Programm wurde eine Bildungsabteilung in Berlin-Mitte eingerichtet. Für dieses Jahr sind rund zehn Veranstaltungen geplant, die teilweise vor Ort in den jüdischen Gemeinden stattfinden sollen. Wissenschaftlicher Direktor der Abteilung ist der Sozial- und Erziehungswissenschaftler Doron Kiesel. Abteilungsleiterin wird die bisher als Kommunikations- und Konflikttrainerin tätige Sabena Donath. Über die Kosten der Abteilung wurde nichts bekannt.

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