Abtreibungsgegner demonstrieren in Washington

Abtreibungsgegner demonstrieren in Washington
Zehntausende Abtreibungsgegner haben am Freitag (Ortszeit) in Washington gegen legalisierten Schwangerschaftsabbruch demonstriert.

Bei einer Kundgebung anlässlich des 40. Jahrestages der Legalisierung im Januar 1973 beklagten die Demonstranten, mehr als "50 Millionen ungeborene Kinder" hätten ihr Leben durch Abtreibung verloren.


Redner äußerten sich optimistisch, dass in den USA die Kritik an der Abtreibung wachse. Die Anti-Abtreibungsbewegung gewinne besonders viel Energie durch die Teilnahme von mehr und mehr jungen Menschen, erklärte die Präsidentin des Verbandes "Nationales Recht auf Leben", Carol Tobias.

Knapp die Hälfte der Schwangerschaften nicht geplant

Am 22. Januar 1973 hat das Oberste US-Gericht Abtreibungen in den Vereinigten Staaten grundsätzlich erlaubt. Seit 35 Jahren demonstrieren die Gegner am Jahrestag. Die Kundgebung dieses Jahr wurde wegen der Amtseinführung von Präsident Barack Obama um mehrere Tage verschoben.

 

Umfragen zufolge ist die Bevölkerung in der Frage gespalten. Bei einer kürzlichen Erhebung des "Pew Research Center" erklärten 63 Prozent, das Abtreibungsurteil solle nicht aufgehoben werden. Bei einer Gallup-Umfrage bezeichnete sich jedoch die Hälfte als Abtreibungsgegner.

Nach Angaben der Familienplanungsorganisation "Guttmacher Institute" ist in den USA knapp die Hälfte der Schwangerschaften nicht geplant. Rund 40 Prozent dieser Schwangerschaften endeten mit einem Abbruch. Im Jahr 2008 seien rund 1,21 Millionen Abtreibungen vorgenommen worden. Die Zahl der Abtreibungen sei seit 1990 rückläufig, als 1,6 Millionen Abtreibungen registriert wurden.

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