Westfälische Präses erklärt sich mit Opel-Beschäftigten solidarisch

Westfälische Präses erklärt sich mit Opel-Beschäftigten solidarisch
Angesichts der bevorstehenden Schließung des Bochumer Opel-Werks hat die westfälische Präses Annette Kurschus den Beschäftigten ihr Mitgefühl und ihre Solidarität ausgedrückt.

In Briefen an Betriebsrat und Werksleitung verlangte die evangelische Theologin am Dienstag zugleich sozialverträgliche Regelungen für die Schließung des Standortes. Die Pläne hätten Unsicherheit und Erschrecken unter den Mitarbeitern ausgelöst, so Kurschus. Die Verantwortlichen müssten nun zu ihren Ankündigungen stehen, akzeptable Regelungen zu finden. "Die jetzt noch verbleibenden vier Jahre müssen unbedingt genutzt werden, damit niemand ins Leere fällt", erklärte die Präses.

Schließung bis 2016

Am Montag war bekanntgeworden, dass das Bochumer Opel-Werk im Jahr 2016 geschlossen werden soll. Hintergrund ist die Entscheidung des amerikanischen Mutterkonzern General Motors. Danach soll im Jahr 2016 die Fertigung kompletter Fahrzeuge in Bochum enden. Davon betroffen sind bis zu 3.000 Stellen.

Der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck hatte am Montag Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften aufgerufen, "alles zu tun, um der Opelbelegschaft existenzsichernde Perspektiven zu bieten". Konstruktives Zusammenwirken von Betriebsrat und Arbeitgeberseite seien dringend geboten. Die Kirche stehe an der Seite der Arbeitnehmer und ihrer Familien, die gerade jetzt solidarische Hoffnungszeichen benötigten, sagte Overbeck.