Hessen-nassauische Kirche: Rückgang bei Austritten setzt sich fort

Hessen-nassauische Kirche: Rückgang bei Austritten setzt sich fort
Die Schere zwischen Aus- und Eintritten bei der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau wird kleiner, aber trotzdem gibt es noch mehr Austritte als Eintritte.

Der Trend zum leichten Rückgang der Austritte setzte sich 2011 im vierten Jahr in Folge fort, wie Kirchenpräsident Volker Jung am Freitag in Frankfurt am Main bei der Vorstellung des Jahresberichts 2011/2012 sagte. 10.545 Mitglieder traten im vergangenen Jahr aus, 433 weniger als im Vorjahr. Dagegen stiegen die Kircheneintritte um 283 auf 3.286, die der Wiedereintritte um 60 auf 1.702.

###mehr-links###

Insgesamt ging die Mitgliederzahl der Landeskirche im vergangenen Jahr nach Jungs Angaben um 17.800 Personen zurück, was zum größten Teil an der demografischen Entwicklung mit einem Überhang der Bestattungen gegenüber den Taufen liegt. Die Kirche zählt im südlichen Hessen und in Teilen von Rheinland-Pfalz mehr als 1,7 Millionen Mitglieder. Jung wies darauf hin, dass den 10.000 hauptamtlich und weiteren 10.000 nebenamtlich Beschäftigten rund 68.000 ehrenamtliche Mitarbeiter zur Seite stünden.

Die hessen-nassauische Kirche, die zu den finanzstärksten unter den 20 evangelischen Landeskirchen gehört, schloss das Haushaltsjahr 2011 laut Finanzchef Heinz Thomas Striegler im Umfang von 508,8 Millionen Euro (Vorjahr: 520,4 Millionen Euro) mit einem Überschuss in Höhe von 10,1 Millionen Euro ab. Für das laufende Jahr rechnet Striegler mit Kirchensteuereinnahmen in Höhe von 420 Millionen Euro (2011: 424 Millionen Euro).