Kritik an Schröders Kita-Plänen wächst

Kritik an Schröders Kita-Plänen wächst
Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) bekommt für ihre Pläne zum Kita-Ausbau immer stärkeren Gegenwind aus den ostdeutschen Bundesländern.

Nach Berlins Jugendsenatorin Sandra Scheeres reagierte jetzt auch Mecklenburg-Vorpommerns Sozialministerin Manuela Schwesig (beide SPD) mit scharfer Kritik auf die Pläne der Bundesministerin. "Wenn Frau Schröder plant, den Ländern, die bereits viel für den Kita-Ausbau getan haben, kein Geld mehr zu geben, dann bricht sie eindeutige Absprachen", erklärte die stellvertretende SPD-Vorsitzende Schwesig am Montagabend in Schwerin.

"Jedes Kind in Deutschland muss Unterstützung erhalten für einen guten Kita-Platz", verlangte Schwesig am Dienstagmorgen in einm Interview mit dem Radiosender SWR2. Beim Ausbau der Kita-Plätze dürfe es nicht um Quantität vor Qualität gehen. Schröder wolle nun die Ostländer, die schon viel im Krippenausbau getan haben, bestrafen, kritisierte die Schweriner Sozialministerin laut Erklärung vom Montag. Schröder hetze die Länder gegeneinander auf, "um von ihrem eigenen Unvermögen abzulenken".

Ähnlich hatte sich bereits Berlins Jugendsenatorin Scheeres (SPD) geäußert. Bundesfamilienministerin Schröder hatte am Wochenende angekündigt, die geplanten Fördergelder vorrangig an westdeutsche Länder mit hohem Nachholbedarf zu vergeben. Es wäre "ein Schildbürgerstreich, wenn die Länder, die schon mit den bisherigen Mitteln den Rechtsanspruch verwirklichen können, jetzt noch einmal einen Nachschlag verlangen", sagte Schröder. Vielmehr müssten die Mittel dort eingesetzt werden, wo noch Plätze fehlen.

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