30.000 Besucher bei Reformationsfeiern in Wittenberg

30.000 Besucher bei Reformationsfeiern in Wittenberg
30.000 Leute waren nach Wittenberg gekommen, um den Reformationstag zu feiern. Prominente evangelische Kirchenvertreter betonten bei den Feierlichkeiten den ökumenischen Aspekt des Reformationstages.

Der Gedenktag sei kein Fest "gegen andere", sagte der badische Landesbischof Ulrich Fischer am Mittwoch in einem Gottesdienst in der Schlosskirche. Mit der vor fast 500 Jahren von Wittenberg ausgehenden Botschaft der individuellen Freiheit rüsteten sich die Protestanten nicht gegen Menschen anderen Glaubens. Beim Reformationsfest der Stadt verzeichnete der Verein WittenbergKultur mehr als 30.000 Besucher.

Bei einem Gottesdienst in der Wittenberger Stadtkirche ermutigte der ehemalige Leipziger Nikolaikirchenpfarrer Christian Führer dazu, weitere Schritte zur Einheit der Kirche zu gehen. Die Trennung und Spaltung mache die Kirche und Christen "unglaubwürdig vor der Welt" und widerspreche dem Willen von Jesus Christus.

Bei dem Wittenberger Reformationsfest wurde den Gästen auch ein historisches Marktspektakel und Konzerte geboten. Zudem fand mit 350 Jugendlichen das jährliche Konfirmandentreffen "Lutherspaß" statt. Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg lud zur 20. Disputation ein, die das Motto "Toleranz und Integration" hatte. Zum Tagungsort, der Universitätsstiftung Leucorea, zog der Akademische Senat in historischen Talaren.

Der Thesenanschlag von Martin Luther (1483-1546) am 31. Oktober 1517 in Wittenberg gilt als Beginn der Kirchenreformation. Der Reformationstag ist in den ostdeutschen Bundesländern mit Ausnahme von Berlin gesetzlicher Feiertag.

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