Salvador da Bahia (epd). Die Partei des unterlegenen Präsidentschaftskandidaten Flávio Bolsonaro erkennt das Ergebnis der Wahl vom Sonntag an. Bolsonaro hatte zunächst angekündigt, die Annullierung der Stichwahl beantragen zu wollen. Am Montag (Ortszeit) indes erklärte der Vorsitzende von Bolsonaros rechter Liberalen Partei (PL), Valdemar Costa Neto, das Abstimmungsergebnis zu akzeptieren, wie es vom Wahlgericht verkündet wurde.
Der linke Amtsinhaber Luíz Inácio Lula da Silva hatte bei der Stichwahl am Sonntag 51,8 Prozent der Stimmen bekommen, sein rechtsgerichteter Herausforderer Bolsonaro 48,2 Prozent. Bolsonaro erklärte am Wahlabend, das Ergebnis nicht anzuerkennen. Als Grund nannte er die kurzfristig vom Wahlgericht verfügte Verlängerung der Wahl um zwei Stunden aufgrund von Problemen im Nahverkehr.
Geldwäscheverdacht: Bolsonaro darf Land nicht verlassen
Am Montag erklärte Bolsonaro hingegen, er werde die Opposition organisieren und „dem Chaos widerstehen“, das sich im Land ausbreiten werde. Das Oberste Bundesgericht hat entschieden, dass Bolsonaro seine Pässe abgeben muss und das Land nicht verlassen darf. Hintergrund ist ein Verdacht auf Geldwäsche im Zusammenhang mit Wettplattformen.
Der Senator übt ab Januar 2027 zum ersten Mal in 24 Jahren kein politisches Amt aus und verliert dadurch seine Immunität, die ihn vor Strafverfolgung schützt. Flávio Bolsonaro ist der Sohn des ultrarechten Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro




