Leipzig (epd). Laut jüngsten Modellrechnungen eines internationalen Forscherteams könnte sich weltweit die Zahl von Demenzerkrankungen bis 2050 mehr als verdoppeln. Es werde dann mit schätzungsweise rund 24,7 Millionen neuen Demenzkranken jährlich gerechnet, teilte die Universität Leipzig am Freitag mit. Dies zeige eine internationale Meta-Studie, an der Forschende der Leipziger Universität beteiligt gewesen seien. Das Forschungsteam stellte fest, dass vergleichsweise mehr Frauen an Demenz erkranken als Männer.
Zudem war die Demenz-Inzidenz in Ländern mit niedrigem oder mittlerem Pro-Kopf-Bruttonationaleinkommen höher im Vergleich zu ökonomisch wohlhabenderen Ländern. Das Team analysierte nach eigenen Angaben zwischen 1992 und 2026 Daten von mehr als 38.000 Menschen ab 60 Jahren. Den Angaben zufolge erkranken derzeit jährlich weltweit schätzungsweise 11,4 Millionen Menschen neu an Demenz.
Daten aus 18 Ländern
In die internationale Studie, die am 12. Oktober in der Fachzeitschrift „JAMA Neurology“ veröffentlicht wurde, seien Forschungsdaten aus weltweit 18 Ländern eingeflossen, hieß es. Die Ergebnisse rechneten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf die im Jahr 2050 zu erwartenden demografischen Gegebenheiten hoch.




