Bielefeld, Düsseldorf (epd). Schüler aus Bielefeld wollen einen Weltrekord aufstellen: Zur Woche der Wiederbelebung vom 21. bis 28. September trainieren sie im örtlichen Franziskus-Hospital an sieben Tagen durchgehend an Reanimationspuppen die Herzdruckmassage, wie die Düsseldorfer Staatskanzlei am Sonntag ankündigte. An dem Weltrekordversuch, der live im Internet gestreamt wird, beteiligt sich auch NRW-Schulministerin Dorothee Feller (CDU). Die Aktion solle zeigen, dass schnelle und richtige Handgriffe bei der Herzdruckmassage Leben retten könne, hieß es. Dabei sei es wichtig es ist, diese Kenntnisse früh zu vermitteln.
Seit Beginn des Schuljahres 2026/27 ist Laienreanimation in Nordrhein-Westfalen verpflichtender Bestandteil des Schullebens. Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 9 an rund 2.100 allgemeinbildenden Schulen sollen mindestens einmal 90 Minuten lang lernen, wie sie bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand richtig handeln. Nur über die Schulen könne es gelingen, dass möglichst viele Jugendliche in der Reanimation ausgebildet werden und so das Wissen auch in die Familien hineintragen wird, erklärte das Schulministerium.
Reanimationspuppen und Fortbildungen
Für die Umsetzung unterstützt das Land die Schulen mit Fortbildungen für Lehrkräfte und Reanimationspuppen. Im Haushalt 2026 stehen dafür 400.000 Euro bereit, ab 2027 sollen jährlich 300.000 Euro folgen, wie es hieß. Neben bereits angeschafften Geräten stellen auch die Björn-Steiger-Stiftung und die Deutsche Herzstiftung weitere Puppen bereit, insgesamt sollen die teilnehmenden Schulen langfristig jeweils zehn Reanimationspuppen erhalten.
Mehrere Bundesländer haben zum neuen Schuljahr einen verpflichtenden Wiederbelebungsunterricht in den Lehrplan der Sekundarstufe I aufgenommen. Neben NRW sind es Niedersachsen und Rheinland-Pfalz. Im Saarland wurde Reanimation zuvor bereits verpflichtend unterrichtet.



