Berlin (epd). Eine Woche vor der Berlin-Wahl haben Tausende Menschen in der Stadt für Menschenrechte, Klimaschutz und eine soziale Politik demonstriert. An der „Sterndemonstration“ zum Regierungssitz im Roten Rathaus beteiligten sich am Samstag nach Polizeiangaben rund 13.000 Menschen. Zu den Protesten hatten rund 100 Organisationen aufgerufen, darunter Bündnisse gegen Rechtsextremismus, Gewerkschaften, Umwelt- und Klimaschützer.
Mit der Demonstration sollte ein „Zeichen gegen Spaltung und für eine solidarische, weltoffene Stadt“ gesetzt werden, hieß es im Aufruf unter dem Motto „Zeit, dass sich was dreht!“. Die verschiedenen Demonstrationszüge, darunter auch eine Fahrradsternfahrt aus verschiedenen Stadtteilen, waren unterschiedlichen Themen gewidmet.
Soziale Teilhabe und faire Mobilität
Die Forderungen reichten von „Klare Kante gegen rechts!“ und dem Schutz von Demokratie und Menschenrechten über eine klimagerechte Gestaltung der Stadt und soziale Teilhabe für alle bis hin zu einer kindersicheren Mobilitätswende und fairer Mobilität.
Ver.di-Gewerkschaftsvertreterin Susanne Feldkötter erklärte, die soziale Ungleichheit wachse durch ausgrenzende Politik und Stimmungsmache gegen besonders vulnerable Bevölkerungsgruppen. Briti Beneke von der Initiative gegen den Ausbau der Autobahn A100 erklärte, Berlin brauche „visionäre Politik“ statt einem „starren Festhalten an autozentrierter Stadtzerstörung“.
Auch in anderen Orten waren Demonstrationen gegen Rechtsextremismus und für Demokratie angekündigt, darunter in Bremen, Cottbus, Dresden, Düsseldorf, Erfurt, Hamburg, Magdeburg, München und Potsdam.



