Berlin (epd). Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat anlässlich des Tags der wohnungslosen Menschen Wohnungslosigkeit als einen Handlungsauftrag bezeichnet. „Sie kann und muss verhindert werden und sie muss bekämpft werden“, sagte Steinmeier am Freitag in der evangelischen Berliner Melanchtonkirche. Es müssten „mit aller Entschlossenheit die notwendigen Schritte“ gegangen werden, um das EU-Ziel der Beendigung von Obdachlosigkeit bis zum Jahr 2030 zu erreichen.
Gleichzeitig erlebe er viel Engagement „mit Herzblut“ für wohnungslose Menschen, sagte der Bundespräsident. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe zeichnete in der Kirche zudem drei Angebote für gelingende Teilhabe aus.
Preise gehen nach Berlin, Bremen und Düsseldorf
Der Berliner Verein „querstadtein“ wurde für seine autobiografischen Stadtführungen ausgezeichnet, bei denen ehemals wohnungslose und obdachlose Menschen als Stadtführerinnen und Stadtführer ihre eigene Geschichte an Orten im öffentlichen Raum erzählen. Der Bewohnerbeirat von Haus Weissenburg in Düsseldorf erhielt die Auszeichnung als seit 1990 gewachsenes demokratisches Gremium, in dem die Bewohnerinnen und Bewohner des betreuten Wohnens ihre Interessen selbst vertreten. Zudem wurde das Projekt Housing First Bremen für seine gleichberechtigte Einbindung von Betroffenen als Beraterinnen und Berater geehrt.
Das Preisgeld in Höhe von insgesamt 15.000 Euro wurde von der Stiftung der Fußballnationalmannschaft bereitgestellt. Für diese nahm unter anderem der Sportdirektor des Deutschen Fußball-Bunds, Rudi Völler, an der Preisverleihung teil.



