Knapp zwei Drittel der Menschen in Deutschland (64 Prozent) schauen einer Umfrage zufolge besorgt auf das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt. 24 Prozent zeigten sich erfreut, der Rest gleichgültig, wie eine am Montagabend vom Westdeutschen Rundfunk (WDR) veröffentlichte Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap für den ARD-Deutschlandtrend ergab. Bei der Landtagswahl am Sonntag wurde die AfD mit 43,8 Prozent und deutlichem Vorsprung stärkste Kraft.
Jeder zweite Befragte (51 Prozent) ist laut ARD-Deutschlandtrend dafür, dass die anderen Parteien die AfD künftig stärker einbinden. 45 Prozent sprechen sich demnach dagegen aus. Drei Viertel der Wahlberechtigten in Deutschland (76 Prozent) hielten einen "Denkzettel" für die Bundesregierung durch das Wahlergebnis für verdient, 18 Prozent sähen das anders.
Mit Blick auf geplante Sozialreformen etwa in den Bereichen Rente und Gesundheit befürworteten sechs von zehn Befragten (59 Prozent) Korrekturen, hieß es. Gut jeder Fünfte (22 Prozent) habe angegeben, die Bundesregierung solle ganz auf die Reformen verzichten. 13 Prozent sprächen sich dafür aus, dass die Reformen wie geplant umgesetzt werden.
Diskussionen gibt es aktuell unter anderem um die "Rente mit 63", mit der Beschäftigte aktuell nach 45 Beitragsjahren ohne Abzüge vorzeitig in Rente gehen können. Drei Viertel (74 Prozent) sprachen sich laut ARD-Deutschlandtrend dafür aus, das beizubehalten, auch wenn dafür Rentenbeiträge erhöht werden müssen. 18 Prozent sähen das anders.
Für die Umfrage wurden laut WDR am vergangenen Montag 1.051 volljährige Wahlberechtigte in Deutschland online und per Telefon zufallsbasiert befragt. Die Schwankungsbreite der Antworten liege zwischen zwei und drei Prozent.



