Mainz (epd). Mit Inkrafttreten der Krankenhausreform des Bundes sollen Kliniken in Rheinland-Pfalz sich künftig stärker auf bestimmte Behandlungen spezialisieren. „Wir werden nicht mehr an jedem Standort jede Leistung anbieten können“, erklärte Landesgesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) am Dienstag bei der Vorstellung seiner Pläne. Rheinland-Pfalz ist Hochs Worten zufolge das erste Bundesland, das eine detaillierte Planung zum Bundesgesetz vorlegt.
So sollen Knie- oder Hüftprothesen-Operationen, aber auch Krebstherapien deutlich stärker an bestimmten Standorten konzentriert werden. Die Kliniken dürfen Leistungen künftig nur noch anbieten, wenn sie vom Land für bestimmte Leistungsgruppen eine Zuweisung erhalten haben.
Sieben Krankenhäuser künftig zur „Regioklinik“ herabgestuft
Sieben Krankenhausstandorte in Rheinland-Pfalz sollen nur noch mit stark abgespecktem Leistungsspektrum als sogenannte Regioklinik für Alltagsnotfälle fortbestehen. Im Bundesgesetz werden Regiokliniken als „sektorenübergreifender Versorger (süV)“ bezeichnet. Am Nachmittag will der Gesundheitsminister die Reform auf einer Pressekonferenz vorstellen.



