Grüne wollen Bundesprogramm für kommunalen Hitzeschutz

Grüne wollen Bundesprogramm für kommunalen Hitzeschutz
Die Grünen dringen auf mehr Schutz vor Hitze in Städten und Gemeinden. In einem Papier des Parteivorstands werden zusätzliche Straßenbäume und Hilfen für besonders gefährdete Einrichtungen gefordert.

Düsseldorf (epd). Die Grünen fordern zur Verbesserung des Hitzeschutzes eine Bundesförderung zur Erhöhung des Baumbestandes in Städten und Gemeinden. „Wir wollen die Neupflanzung von mindestens einer Million zusätzlicher Straßenbäume in unseren Städten und Gemeinden bis 2030 aus Bundesmitteln finanzieren“, heißt es in einem Beschlusspapier des Grünen-Bundesvorstandes, aus dem die „Rheinische Post“ (Freitag) zitierte. Das Beschlusspapier sollte am Freitag am letzten Tag der zweitägigen Vorstandsklausur der Grünen-Spitze beschlossen werden.

Kommunen stärker auf Hitzeschutz ausrichten

Durch ein Baumgesetz soll dem Papier zufolge bei jeder Baustelle geprüft werden, ob dort zugleich neue Bäume eingesetzt werden können. Die Entwicklung der Kommunen solle konsequent auf Hitzeschutz ausgerichtet werden, hieß es. An besonders belebten und heißen Orten sollen in Städten Trinkbrunnen, Trinkwasserspender, Nebelduschen und Vernebelungsmaschinen, Sonnensegel und verschattete Sitzmöglichkeiten „über ein Bundesprogramm“ finanziert werden.

In allen Kommunen soll es nach dem Willen der Grünen einen „Hitzestab in den Rathäusern“ geben. Zudem sollen Krankenhäuser, Alten- und Pflegeeinrichtungen, Schulen, Kindergärten und Horteinrichtungen mit einem Sofortprogramm aus dem Bundeshaushalt besser gegen Hitze geschützt werden.