UN melden Massenvertreibungen im Sudan

UN melden Massenvertreibungen im Sudan
Im Sudan leidet vor allem die Bevölkerung unter dem seit mehr als drei Jahren währenden Krieg zwischen Armee und Milizionären. Seit Ende 2025 mussten über Zigtausende weitere Menschen vor der Gewalt flüchten.

Genf (epd). Im Sudan hat sich die Flüchtlingskrise laut den Vereinten Nationen verschärft. Seit Ende 2025 seien allein in der Region Kordofan 200.000 Menschen vor den Kämpfen zwischen Regierungstruppen und RSF-Miliz geflüchtet, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Mittwoch in Genf mit.

Auch in anderen Regionen des Sudans hätten in jüngster Zeit viele weitere Menschen die Flucht ergriffen. Laut UN gibt es derzeit rund 8,6 Millionen Binnenvertriebene, weitere rund 4,5 Millionen Geflohene leben in Nachbarländern. Neben der Gewalt verschärften nun noch zusätzlich schwere Überschwemmungen die humanitäre Not, erklärte die IOM. In dem nordostafrikanischen Land bekämpfen sich seit mehr als drei Jahren die Armee und die Miliz „Rapid Support Forces“. UN-Experten werfen beiden Parteien schwere Verbrechen vor. Mehr als 33 Millionen Menschen brauchen humanitäre Hilfe.