Berlin (epd). Die direkte Ansprache junger Frauen durch die Bundeswehr stößt weiterhin auf geringe Resonanz. Auf die seit Jahresbeginn verschickten Fragebögen hätten bis zum 31. Juli innerhalb der vorgesehenen Fristen rund vier Prozent der Frauen und anderen nicht-männlichen Personen geantwortet, teilte das Bundesverteidigungsministerium am Montag mit. Diese Quote war bereits im Juni genannt worden. Der Rücklauf der angeschriebenen Männer, die zur Antwort verpflichtet sind, lag den Angaben zufolge unverändert bei 96 Prozent.
In dem Fragebogen wird unter anderem das Interesse am Dienst bei der Bundeswehr erfasst. Die Angeschriebenen nutzen dazu eine Skala von 0 bis 10. Bei denjenigen, die zumindest eine 1 angekreuzt haben, liegt das Interesse im Durchschnitt bei 5, wie das Ministerium weiter mitteilte. Es seien von Jahresbeginn bis Ende Juli etwa 194.000 Männer und 184.000 Menschen anderen Geschlechts angeschrieben worden.
Personalstand liegt „im Zielkorridor“
Das Haus von Minister Boris Pistorius (SPD) zeigte sich insgesamt zufrieden mit der Personalentwicklung. Ende Juli habe die Bundeswehr rund 186.700 Soldatinnen und Soldaten gehabt. Das sei der höchste Stand seit 13 Jahren. Die Zahl liege außerdem „im Zielkorridor für den personellen Aufwuchs für das Jahr 2026“, der von 186.000 bis 190.000 Soldatinnen und Soldaten reiche.
Um mehr Nachwuchs für die Bundeswehr zu gewinnen, hatte die Regierungskoalition zum Jahresbeginn den neuen freiwilligen Wehrdienst eingeführt. 18-Jährige erhalten seitdem ein Informationsschreiben mit Fragebogen - Männer müssen ihn ausfüllen. Sie müssen künftig auch wieder zur Musterung erscheinen.



