Bund fördert Waldschutzprojekt im Südharz

Bund fördert Waldschutzprojekt im Südharz
Mit knapp 32 Millionen Euro fördert der Bund den Kauf eines Waldstücks im Südharz. Dieses soll künftig sich selbst überlassen werden und so auch den Klimaschutz stärken.

Magdeburg (epd). Die Bundesregierung hat den Ankauf von rund 1.000 Hektar Wald im Südharz für ein Naturschutzprojekt gefördert. Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) übergab am Freitag vor Ort die Förderurkunde über rund 32 Millionen Euro an die Nabu-Stiftung Nationales Naturerbe, wie Sachsen-Anhalts Umweltministerium und das Bundesumweltministerium mitteilten. Im Rahmen des Projekts „KlimaWildnis“ soll sich die Natur auf dem Areal bei Stolberg ohne forstwirtschaftliche Nutzung oder menschliche Eingriffe frei entfalten können und so auch zum Klimaschutz beitragen.

Schneider wies den Angaben zufolge darauf hin, dass naturbelassene Wälder große Mengen an Kohlenstoff und Wasser speichern können, womit auch die Waldbrandgefahr sinke. „Heiße und trockene Sommer, wie wir sie aufgrund des Klimawandels immer häufiger erleben, sind eine große Belastung für Mensch und Natur. Dabei kann uns die Natur selbst helfen, wenn wir sie lassen“, sagte Schneider. Sachsen-Anhalts Umweltminister Armin Willingmann (SPD) erklärte, dass das Areal zugleich für Besucherinnen und Besucher zugänglich bleiben soll. „Naturnaher Tourismus liegt im Trend“, sagte er. Das Vorhaben biete daher nicht nur für die Umwelt, sondern auch für die Menschen vor Ort einen Mehrwert.

Natürliche CO2-Speicher stärken

Der Kauf ist den Angaben nach Teil des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz. Damit soll nach Angaben des Bundesamts für Naturschutz der Zustand von Ökosystemen in Deutschland verbessert werden. Auf diese Weise sollen diese auch als natürliche CO2-Speicher gestärkt werden.