Darmstadt (epd). Ein Hitzeschutzpavillon sorgt seit Freitag in der Darmstädter Innenstadt für Abkühlung. Der fünf Meter hohe Turm versprüht einen feinen Wassernebel und kühlt durch Verdunstung seine direkte Umgebung ab. Der Pavillon sei ein „sehr, sehr gutes Beispiel“ für Klimaanpassung, sagte Klimaschutzdezernent Michael Kolmer (Grüne) in Darmstadt. „Wir müssen jede Möglichkeit nutzen.“
Der Hitzeschutzpavillon wurde von Studierenden aus der Architektur und dem Bau- und Umweltingenieurwesen der Hochschule Darmstadt (h_da) entworfen, geplant und gebaut - und steht bis Ende September neben dem Hessischen Staatsarchiv auf dem Karolinenplatz.
Feiner Nieselregen
Als besonders positiv hob der Dezernent hervor, dass für die Anlage einfache Materialien verwendet wurden. Das Prinzip „keep it simple“ sei bei der Klimaanpassung sehr wichtig, betonte Kolmer. „Je einfacher, desto nachhaltiger und desto länger wird es genutzt.“ Der Pavillon ist an einen Hydrant angeschlossen, theoretisch kann jedoch jeder Wasserhahn benutzt werden.
Über einen Schlauch läuft das Wasser durch Heizungsrohre in den Turm und wird durch Düsen als feiner Nieselregen versprüht. Unten befindet sich eine Sitzbank. Die Stadt trägt die Kosten für Wasser und Hygiene, insgesamt rund 5.000 Euro.



