Bis Ende Juli sind in Deutschland mindestens 261 Menschen ertrunken. Vor allem seit Beginn der Badesaison seien deutlich mehr tödliche Unfälle passiert als im Vorjahr, erklärt die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Donnerstag in Düsseldorf. "Insbesondere im Juni kam es zu einem dramatischen Anstieg an Unfällen", sagt DLRG-Präsidentin Ute Vogt.
Über 100 Opfer im Monat Juni habe es zuletzt im Hitzesommer 2003 gegeben. Die Zahl der 261 Todesfälle bis Ende Juli liegt laut DLRG zudem über dem Wert des Vorjahreszeitraums. In diesem Jahr seien bereits 15 Menschen mehr gestorben als Ende Juli 2025. Rund 90 Prozent der Todesfälle seien in frei zugänglichen Gewässern im Inland passiert, hieß es.
So hätten in Seen und Teichen 118 Menschen ihr Leben verloren, 90 Todesfälle hätten sich in Bächen und Flüssen ereignet und 17 in Kanälen. In der Ostsee kamen laut DLRG 14 Menschen um Leben. In Schwimmbädern kamen ebenfalls 14 Menschen zu Tode. Jan Lange von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Niedersachsen erklärt, wie man sich sicher abkühlt. Auf einige Gefahren sollte man besonders achten.
Die Zahl tödlicher Unglücke unter jungen Menschen zwischen 11 und 30 Jahren stieg ebenfalls weiter: In den ersten sieben Monaten seien 75 Menschen in diesem Alter ertrunken, 2025 waren es 49. Insgesamt 95 Prozent dieser jungen Verunglückten waren den Angaben zufolge männlich.
Über alle Altersgruppen hinweg lag der Anteil bei 80 Prozent. "Die Zahlen zeigen wieder einmal, dass es besonders dort lebensbedrohlich wird, wo zumeist keine Rettungskräfte vor Ort sind, die im Notfall schnell Hilfe leisten können", sagt Vogt.



