Berlin (epd). Die Zahl hitzebedingter Todesfälle steigt weiter. Bis zum Stichtag 26. Juli sind nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) rund 11.900 Menschen infolge hoher Temperaturen gestorben, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Bericht des Instituts hervorgeht. Der bisherige Rekordwert für ein gesamtes Jahr wurde bereits zuvor überschritten. Er wurde im insgesamt heißen Jahr 2018 mit rund 9.000 hitzebedingten Todesfällen verzeichnet.
Etwa 9.600 der hitzebedingten Sterbefälle in diesem Jahr gehen laut RKI auf die besonders heiße Woche Ende Juni zurück, als in Deutschland vielerorts Temperaturen über 40 Grad Celsius gemessen wurden. Auch in den Wochenberichten zuvor habe sich die erhöhte Sterbezahl nach dieser Woche gezeigt. In vollem Umfang sei das Ausmaß aber erst im aktuellen Bericht enthalten, weil Bundesland-spezifische Zahlen erst mit einer Verzögerung von fünf Wochen übermittelt werden, wie das RKI erklärte.
Hitze für Ältere und Vorerkrankte lebensgefährlich
Hitzeperioden in Deutschland führen laut dem RKI regelmäßig zu einem Anstieg der Todeszahlen. Nur selten sei die Hitze allein die Todesursache, etwa bei einem Hitzschlag. In den meisten Fällen führe eine Kombination aus Hitze und Vorerkrankungen zum Tod. Hohe Temperaturen seien für ältere Menschen besonders gefährlich.



