Flasbarth: Niedrigwasser in deutschen Flüssen ist Weckruf

Flasbarth: Niedrigwasser in deutschen Flüssen ist Weckruf
Die anhaltende Trockenheit hat zu stark sinkenden Pegelständen der Flüsse geführt. Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesumweltministerium, fordert mehr Engagement bei der Klimaanpassung.

Berlin (epd). Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth (SPD) hat das derzeitige Niedrigwasser in deutschen Flüssen als Weckruf bezeichnet. Im RBB-Inforadio sagte Flasbarth am Mittwoch, die extremen Wetterlagen zeigten, dass es einen enormen Klimawandel zu bewältigen gebe.

Das Niedrigwasser entlang der Schifffahrtsachse am Rhein mit den Kernindustrien habe schwerwiegende Auswirkungen, denen man begegnen müsse: „Das ist ein zentraler Punkt der Klimaanpassungsstrategie“, sagte der Staatssekretär im Bundesumweltministerium.

Das Bundesverkehrsministerium kümmere sich seit Jahren darum: „Aber es ist eben auch so, dass die Engpassbeseitigung, der Bau flacher, gängiger Schiffe, Mobilitätskonzepte, mit denen man schnell auf andere Verkehrsträger ausweichen kann - dass das alles seine Zeit braucht, bis das dann tatsächlich funktioniert“, sagte Flasbarth.

Mehr Ehrgeiz nötig

Weiter sagte der langjährige Umweltpolitiker, es werde noch zu wenig getan, um die Ursachen der Erderwärmung anzugehen. Es dürfe nicht nachgelassen werden in dem Bemühen, „die Volkswirtschaft komplett auf Klimaneutralität umzubauen“. Dazu brauche es auch die Unterstützung aus der Bevölkerung. Politik reagiere auf das, was in der Bevölkerung gewollt wird. „Da wünsche ich mir, dass wir den Ehrgeiz zurückkriegen, den wir schon einmal hatten“, sagte Flasbarth.