Frankfurt a.M. (epd). In Frankfurt am Main können sich Obdachlose ab sofort in zwei Kühlbussen in der Innenstadt abkühlen. Die ausrangierten Linienbusse seien von den Johannitern mit mobilen Klimaanlagen ausgestattet worden, sagte die Pressesprecherin der Johanniter-Unfall-Hilfe Rhein-Main, Monika Gorny, am Mittwoch dem Evangelischen Pressedienst (epd). Zwei Freiwillige böten im Einsatz für die Johanniter außerdem Wasserflaschen an.
Die Busse haben jeweils rund 40 Sitzplätze, zwei Sicherheitsleute sind im Einsatz. Das von der Stadt Frankfurt beauftragte Angebot am Willy-Brandt-Platz ist bis Ende August täglich von 13 bis 19 Uhr geöffnet. Die Johanniter suchten weitere Freiwillige für die Betreuung.
Viele der Obdachlosen auf den Frankfurter Straßen seien suchtabhängig und hätten oft kein ausreichendes Gefühl für ihre Grundbedürfnisse mehr, sagte Gorny. Deshalb sei es wichtig, ihnen in den aufgeheizten Straßen einen Ort zum Abkühlen und Wasser gegen die Dehydration zu verschaffen.
Lastenräder und Hitzebus
Die Stadt Frankfurt wolle mit den Kühlbussen Obdachlosen einen Aufenthaltsort zum Abkühlen schaffen, sagte der Pressesprecher des Sozial- und Gesundheitsdezernats, Christian Rupp, dem epd. Daneben leisteten beständig mobile Dienste Hilfe für Obdachlose: Tagsüber seien Beschäftigte der Caritas mit Lastenrädern in der Stadt unterwegs und verteilten Flaschen, Sonnenkappen und -creme an Menschen auf der Straße. Nachts führen Mitarbeitende des Frankfurter Vereins für soziale Heimstätten mit ihrem Hitze-Kleinbus durch die Straßen und böten Hilfen an.



