Wiesbaden (epd). Eine wachsende Zahl von Menschen in Deutschland bezieht eine Altersrente und arbeitet noch. Im vergangenen Jahr seien 14 Prozent der Rentnerinnen und Rentner im Alter zwischen 65 und 74 Jahren erwerbstätig gewesen, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mit. Ein Jahr zuvor habe ihr Anteil noch bei 13 Prozent gelegen.
Rentner mit 16 Prozent gingen häufiger einer Arbeit nach als Rentnerinnen mit 11 Prozent, wie aus Erstergebnissen des Mikrozensus 2025 hervorgeht. Während 18 Prozent der Rentenbeziehenden mit höherem Bildungsniveau erwerbstätig waren, lag der Anteil unter Rentnerinnen und Rentnern mit mittlerem oder niedrigerem Bildungsniveau bei 12 beziehungsweise 10 Prozent.
Reduzierter Stundenumfang ist die Regel
Insgesamt arbeiteten 73 Prozent der erwerbstätigen Rentnerinnen und Rentner den Angaben nach als abhängig Beschäftigte, 27 Prozent waren selbstständig. Knapp zwei Drittel der abhängig beschäftigten Rentnerinnen und Rentner gaben an, geringfügig beschäftigt zu sein. Als geringfügig beschäftigt galten 2025 Menschen, die im Monat maximal 556 Euro verdienten oder höchstens drei Monate beziehungsweise maximal 70 Arbeitstage im Jahr einer Beschäftigung nachgingen.
In der Regel arbeiten Rentnerinnen und Rentner mit reduziertem Stundenumfang. 40 Prozent gingen im vergangenen Jahr normalerweise weniger als zehn Stunden in der Woche einer Erwerbstätigkeit nach. Ein Viertel arbeitete zwischen 10 und 20 Wochenarbeitsstunden.



